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Grötzingen: Der Luisenhof feiert 350 Jahre Torbogen, 60 Jahre Kindergarten, 30 Jahre Neubau

1889 errichteten Friedrich Kallmorgen und Margarethe Hormuth ihr Haus auf einer Wiese, die erste Villa in Grötzingen. „Besucher, die den Weg dorthin fanden, waren erstaunt, wie schön es bei uns war, wie reizvoll der Blick über Kirche und Dorf“, erinnerte sich Kallmorgen. Gewiss gefiel dies auch seinem Bruder Georg. Der Senator aus Altona kaufte 1895 eingangs der Grollenberghohl Acker- und Wiesenland und erbaute ein Häuschen zur Bewirtschaftung dieses „Gütchens“ und nannte das ganze: Luisenhof. Friedrich Kallmorgen beschreibt den idyllischen Ort: „Den Eingang bildete ein steinerner Torbogen aus dem Jahr 1662 aus der Mittelgass, der nach der Inschrift im Schlussstein den Eingang zum Wohnhaus des Schultheißen Erhard Kiefer bildete. Hinter dem Luisenhof lag ein stiller Winkel, der herrschaftliche Steinbruch, mit dem 1563 die Karlsburg in Durlach aufgebaut wurde. Es war ein landschaftlich ganz reizvoller Platz, der nach Westen von einer senkrecht aufsteigenden hohen Wand begrenzt wurde. Wilde Kirschbäume, Birken und eine Gruppe schlanker Pappeln schufen ein friedlich-schönes Bild aus dieser Einsamkeit. Wenn im Grunde die Abendschatten lagen und die Strahlen der untergehenden Sonne die Wipfel der Pappeln rötlich färbten, glaubte man eine Landschaft von Böcklin vor sich zu sehen. Selbst Hans Thoma war von diesem Bild ganz begeistert. In der Sohle des Steinbruchs fand man beim Graben eine Quelle, deren Wasser mit einem Petroleummotor in unser Haus gepumpt wurde, die erste Wasserleitung in Grötzingen.“

Zwar sprudelt die Quelle nicht mehr, aber der Ort ist noch immer ein idyllisches Fleckchen und der Torbogen wölbt sich nach 115 Jahren weiterhin stolz und schön über dem Eingang zum Luisenhof. Der hat allerdings sein Aussehen und die Funktion im Laufe der Zeit tüchtig verändert und ist noch immer dabei, sich zu wandeln.

Vor 60 Jahren erwarb die katholische Kirchengemeinde den Luisenhof und baute ihn zum ersten katholischen Kindergarten im Dorf um. Der wird 1952 eröffnet und platzt 1965 bereits wieder aus allen Nähten, weil die Anzahl der Gemeindemitglieder auf 1.455 angestiegen ist. Es wird ein modernes Flachdachgebäude errichtet, das Platz für 90 Kinder bietet und eine Wohnung für die beiden Ordensfrauen, die in der Gemeinde seit 1952 den Dienst am Nächsten versehen. Die Schwestern Juliane und Zitta betreuen alte, kranke und hilfsbedürftige Menschen in Grötzingen und Berghausen, ein herzliches „Vergelt’s Gott“ ist meist der aufrichtigste Dank für ihren Samariterdienst, von dem sie sich in ihrer gemütlich eingerichteten Wohnung im Luisenhof ein wenig erholen können. Nebenbei wirken die beiden auch noch im Altenkreis und Kirchendienst der Pfarrei Heilig Kreuz mit und Schwester Juliane unterstützt, wenn Not an der Frau ist, die „Tanten“ im Kindergarten. Am 30. September 1979 verabschiedet die katholische Kirchengemeinde die beiden Franziskus-Schwestern in den Ruhestand.

Nach Eröffnung des Neubaus wird 1966 das ehemalige Wirtschaftsgebäude, der bisherige Kindergarten, abgebrochen. Der historische Torbogen dagegen wird gerettet, muss aber aus technischen Gründen versetzt werden. Er bildet bis heute, von der Staigstraße her gut sichtbar, den wirkungsvollen Eingang zum Luisenhof.

Nach wiederum kaum 15 Jahren sind die Räumlichkeiten des Kindergartens verbesserungswürdig. Erst sollte ein Anbau nach Norden für Abhilfe sorgen, doch eine ideale Lösung dafür fand sich nicht und die Beschaffung der Gelder zog sich hin. Die besondere städtebauliche Bedeutung der historischen Gruppe Torbogen, Brücke, Schloss und evangelische Kirche sollte nicht gestört werden. Nach jahrelangem Dauerthema in Pfarrgemeinderatssitzungen und beharrlichem Mühen um Planung, Neuplanung und Mittelbeschaffung konnte endlich, am 30. Januar 1982 das neue Gebäude geweiht werden, welches bis heute die Kindertagesstätte Luisenhof beherbergt.

Der 1965 dem Architekturverständnis der Zeit entsprechende Vorgängerbau daneben, mit einem Flachdach wurde grundlegend saniert, mit einem Satteldach versehen und ausgebaut. Die ehemalige Schwesternwohnung wandelte sich in eine Hausmeisterwohnung, in die ehemaligen Kindergartenräume zogen die Gruppen der Pfarrjugend und für einen Gemeindesaal wurde an der Nordseite ein geräumiger Windfang mit Garderobe und eine Küche geschaffen: 1984 eröffnet unter viel Zustimmung und Lob eine ideale Stätte der Begegnung ihre Pforten im katholischen Pfarrzentrum Luisenhof!

2002 feierte der Luisenhof ein doppeltes Jubiläum: 50 Jahre erster katholischer Kindergarten am Ort und 20 Jahre Neubau. In diesem Jahr ist jeweils ein Jahrzehnt dazu gekommen. Und immer noch wächst und gedeiht der Bau und das, was er beherbergt. Im Gemeindezentrum entsteht nämlich zurzeit eine Kinderkrippe für die ganz Kleinen. „Wir hoffen, Anfang nächsten Jahres eröffnen zu können“, sagt Kindergartenbeauftragte Roswitha Hambsch. Die neue Aufgabe für den Luisenhof nimmt bereits Gestalt an, auf jeden Fall im Modell. Die Leiterin der Kindertagesstätte, Patricia Gorlo, sieht mehrfachen Herausforderungen entgegen, Neueröffnung und neue Aufgaben und mehrfaches Jubiläum. Sie hat sich bereits gewappnet und obendrein sogar noch eine weitere Gedenkveranstaltung mit ins vorbereitende Boot genommen: 200 Jahre Märchen der Brüder Grimm. Es bleibt spannend im Luisenhof.

Steinhardt


Grötzinger Kommunionkinder geben Freude weiter

Glückliche Kinder geben ihre Freude mit Freude weiter! Acht Kinder der katholischen Pfarrei Heilig-Kreuz übergaben am 17. April, was die 21 Erstkommunikanten des Jahres 2012 von ihren Geschenken spendeten: 450.- Euro. „Dieses Mal bleibt das Geld in Grötzingen“, verkündete Pfarrer Thomas Maier bei der Übergabe an Ortsvorsteher Thomas Tritsch. Der kennt „etwa 30 bis 35 Familien in Grötzingen, deren Kinder es nicht so gut geht, wie euch und uns allen hier!“ Der Ortsvorsteher freute sich über das Geldgeschenk, von dem an Weihnachten Familien im Malerdorf ein unerwartetes Präsent erhalten sollen, denn „Weihnachten ist sicherlich der schönste Anlass, um euerem Wunsch Freude zu schenken, den besten Rahmen zu geben!“

Steinhardt  


Grötzingen: Ökumenischer Glaubenskurs - Januar bis März 2011

Ein Gott, der für uns alle da ist
Gemeinsamer Glaubenskurs in Grötzingen

Die Ökumene hat in Grötzingen zu vielen Gelegenheiten bereits ihren festen Platz gefunden. Gemeinsame Konzerte der verschiedenen Chöre, Projektchöre zu festlichen Anlässen, die gegenseitige Unterstützung zu Pfarr- und Gemeindefesten sowie beim Sonntagstreff für Menschen in schwierigen Lebenslagen und natürlich auch gemeinsame Gottesdienste unter Beteiligung aller christlichen Gemeinden, wie zuletzt bei der Kulturmeile, sind bereits Tradition. Es gibt eine ökumenische Frauenbewegung, den Weltgebetstag, das Gebet an der Stele der ehemaligen Synagoge am 9. November und die Gedenkveranstaltung am Volkstrauertag. Der lebendige Adventskalender der evangelisch-methodistischen Gemeinde öffnet auch Türchen der beiden anderen Kirchen. Zu Beginn des Jahres 2012 betraten die christlichen Gemeinden im Malerdorf jetzt ökumenisches Neuland.

Nach den Erfahrungen mit zwei Glaubenskursen in der evangelischen Kirchengemeinde kam dessen Vorbereitungsteam auf den Gedanken, einen gemeinsamen Glaubenskurs mit Katholiken und evangelisch-methodistischen Christen anzubieten. Das stieß auf offene Ohren und Herzen, so dass bereits im Frühsommer 2011 eifrig mit den Vorbereitungen begonnen wurde. Das Motto zur gemeinsamen Veranstaltung evangelischer, evangelisch-methodistischer und katholischer Christen war bald gefunden: Aufeinander hören – miteinander reden – gemeinsam glauben. Was Christen verbindet, sollte vertieft werden, was unterscheidet, verstanden werden. Nicht trennende Dogmen, sondern verbindende Werte und Traditionen standen im Fokus. „Damit wollen wir uns bewusst den Gemeinsamkeiten unseres Glaubens in den drei Kirchen zuwenden, denn wir sind überzeugt, dass man darauf Besseres aufbauen kann, als wenn wir die Unterscheidungen und das uns Trennende diskutieren“, sagt Karl-Wilhelm Kühn, der diese interkonfessionelle Nahbegegnung mit nimmermüder Motivation getragen hat und so viele Helfer beflügelte. So viele, dass nur Karin Domke von der evangelischen Gemeinde, Gisela Ehmann aus den Reihen der Katholiken und Heike Friedrich von der evangelisch-methodistischen Kirche sollen hier stellvertretend für alle Aktiven genannt werden. Eine erste Anregung fand das Team im „Emmaus-Kurs“, dessen Grundidee es ist, Menschen auf dem gemeinsamen Weg der Glaubenssuche zu begleiten. Persönliche Statements und kleine Tischgruppen mit etwa acht Personen waren für den größten Teil der Zeit an den drei Abenden vorgesehen. Wichtig war, die Vertrautheit untereinander zu fördern und Kontakte zu vertiefen, nicht der Einzelvortrag oder die Instruktion. Die Konfessionen in Grötzingen kamen sich im Gespräch näher: „Man traf sich bisher beim Einkaufen, beim Sport oder bei Veranstaltungen, nun endlich auch im gemeinsamen Glauben!“, freute sich eine Teilnehmerin.

Drei Themenabende verbanden: Die Bibel – Grundlage unseres Glaubens, Der christliche Glaube – Bedeutung für mich und Das Gebet – Christen mit Gott und untereinander im „Vater unser“ verbunden. Geistliche Impulse regten zu Gesprächen miteinander an, und ließen ganz praktisch erfahren, was das bedeutet: Aufeinander hören, miteinander reden, gemeinsam glauben! Auch durch Zuhören kann man Anregungen zum Glauben erhalten, erfuhr da manch einer ganz neu. Nach jeweils zwei Stunden gab es noch längst keinen Abschluss, erst recht nicht nach dem gemeinsamen Beten und Singen in den „Nachtgedanken“, die eher noch zu weiteren Gesprächen in lockerer Runde anregten. Die gastfreundliche Aufnahme und die wohltuende Atmosphäre in den Räumen der methodistischen Christuskappelle trug ein Übriges zum Wohlgefühl beim gemeinsamen Glauben bei. „Wir bewegen etwas, in Grötzingen wachsen Gemeinsamkeiten im Glauben an den einen Gott, der für uns alle da ist“, war die einhellige Meinung.

Nicht als Abschluss, sondern um die Themen des Glaubenskurses in die Gemeinden zu tragen, so war der ökumenische Gottesdienst nach dem Glaubenskurs geplant. „Willkommen aus den unterschiedlichen Kirchen Groß und Klein. Grötzingen – ein Ort der Ökumene! Katholiken, Evangelische aus der Landeskirche und aus der Freikirche der Methodisten  gestalten heute gemeinsam diesen Gottesdienst!“  Mit diesen Worten eröffnete Pfarrer Friedhelm Sauer am 11. März die außergewöhnliche Andacht und betete:  „Als die Getrennten bitten wir dich, ewiger, treuer Gott, führe uns zusammen, lehre uns, aufeinander zu hören, Methodisten, Katholische, Evangelische!“ Viele waren gekommen, um mit ihm, dem evangelisch-methodistischen Pastor Oliver Lacher und dem katholischen Pfarrer Thomas Maier in der altehrwürdigen Grötzinger Kirche zu feiern. Aus Taizé, einem Ort der Ökumene, an dem Christen unterschiedlicher Kirchen jeden Tag miteinander Gottesdienste feiern, war das erste Lied, danach lag die musikalische Gestaltung in der bereits lang bewährten Grötzinger Ökumene der Chöre mit der Begleitung des Flötisten Andreas Knepper und unter der Leitung von Norbert Krupp und Gerhard Jügelt. Deren Zusammenwirken ist schon beinahe die löbliche Grötzinger Regel, gemeinsame Gottesdienste aller Konfessionen in einer Kirche blieben bisher eher eine seltene Ausnahme.

In kurzen Berichten führten Mitglieder der unterschiedlichen Kirchen die Entstehung und ihre Eindrücke vom Glaubenskurs vor Augen. Ein katholischer Pfarrer auf der Kanzel der evangelischen Kirche? Seit Einführung der Reformation in Grötzingen sicher selten. Der Glaubenskurs machte es möglich. Pfarrer Thomas Maier predigte von Gemeinschaften, in die wir hineingeboren werden, „wie in eine Familie“. Auch da sei man nicht immer einer Meinung, aber man versuche, wie Brüder und Schwestern miteinander umzugehen und müsse immer wieder Gemeinsamkeiten finden und betonen. Pastor Lacher von der evangelisch-methodistischen Gemeinde sprach die Fürbitten und den Segen am Ende des Gottesdienstes.

Mehrmals erwähnt mit einem Zitat aus Psalm 133 war noch eine Gruppe Gläubiger anwesend, wenn auch unsichtbar: „Siehe, wie fein und lieblich ist’s, wenn Brüder (und Schwestern) einträchtig beieinander wohnen“. Dieser Vers war auf einer Marmortafel beim Eingang zur Grötzinger jüdischen Synagoge eingemeißelt, bis sie 1938 zerstört wurde.

Steinhardt


Klopft an Türen, pocht auf Rechte! Grötzinger Sternsinger sammeln für Kinder in Not

Die Sternsinger der Pfarrgemeinde Heilig Kreuz in Grötzingen sind ganz schön stolz. Am Dreikönigstag, dem Fest Erscheinung des Herrn, machten sich kleine große Könige in ihren prächtigen Gewändern sowie ihre Begleiter im Malerdorf auf den Weg zu den Menschen. Sie waren in viele Wohnungen gebeten worden und schrieben „20*C+M+B+12“  (Christus Mansionem Benedicat) über deren Eingänge. Das Ergebnis ihres Engagements kann sich wahrlich sehen lassen: 1.050 Euro kamen bei der Sammlung im Ortsteil zusammen, mit denen Not leidende Kinder in aller Welt unterstützt werden.

„Das war klasse“, freuen sich Anna-Maria und Patrick, die beiden Leiter der Ministranten von Heilig Kreuz: „Diese Spenden werden vielen Kindern eine Hilfe sein.“ Im morgendlichen Gottesdienst, den die Sternsinger mitgestalteten, waren sie ausgesandt worden. „Das Fest der Erscheinung des Herrn bedeutet, dass Gottes Liebe erschienen ist – das verpflichtet uns, diese Liebe weiter zu geben“, sagte Pfarrer Maier und die Jugendlichen taten ihre Meinung kund:
„Wir wollen ernst genommen werden, wir wissen, was wir wollen, wir wollen keine Abziehbilder sein, wir haben ein Recht darauf, und das gilt für uns hier in Deutschland genauso, wie für Kinder und Jugendliche in Nicaragua und auf der ganzen Welt. So schaut es aus. Das meinen wir ernst!“

Bundesweit beteiligten sich die Sternsinger in diesem Jahr an ihrer 54. Aktion Dreikönigssingen. Bereits im Vorfeld hatten sich die Mädchen und Jungen auf das diesjährige Leitwort „Klopft an Türen, pocht auf Rechte!“ vorbereitet. Wie überall in Deutschland machten sie damit deutlich, dass die Rechte von Kindern überall auf der Welt respektiert und unterstützt werden müssen. Sie setzen sich dafür ein, dass Erwachsene und Politiker die Rechte der Kinder schützen. Denn Armut und Gewalt sind massive Verletzungen der Kinderrechte, Gesundheitsversorgung und Bildung müssen selbstverständlich sein. Doch gerade in Nicaragua, dem Beispielland der Aktion Dreikönigssingen, werden die Kinderrechte von vielen mit Füßen getreten. Missbrauch, Misshandlung und häusliche Gewalt gegen Kinder sind dort an der Tagesordnung. Die Sternsinger unterstützen in Nicaragua unter anderem Projekte, in denen Kinder sich für ihre Rechte einsetzen. Sie werden „stark“ und selbstbewusst gemacht, um sich vor Übergriffen schützen zu können.

Doch nicht nur Kinder in Projekten in Nicaragua profitieren vom Einsatz der kleinen Könige in Deutschland. Straßenkinder, Aids-Waisen, Kindersoldaten, Mädchen und Jungen, die nicht zur Schule gehen können, denen Wasser, Nahrung und medizinische Versorgung fehlen, die in Kriegs- und Krisengebieten, in Flüchtlingslagern oder ohne ein festes Dach über dem Kopf aufwachsen – Kinder in gut 110 Ländern der Welt werden jedes Jahr in Projekten betreut, die mit Mitteln der Aktion unterstützt werden. Gemeinsam mit ihren jugendlichen und erwachsenen Begleitern hatten sich auch die Grötzinger Sternsinger auf ihre Aufgabe vorbereitet und sorgten mit ihrem Engagement für die Linderung von Not in zahlreichen Projektorten.

Kath/Presse


Ökumenischer Chor im Adventskonzert - Musikalisches Weihnachtsgeschenk an Grötzingen

Ein kostbares Weihnachtsgeschenk für Grötzingen: Am vierten Advent präsentierten der ökumenische Chor Grötzingen, das Waldstadt Kammerorchester und ein Dutzend renommierte Solisten ein hinreißendes Adventskonzert voll mit musikalischen Glanzlichtern. Norbert Krupp und Gerhard Jügelt leiteten die eindrucksvolle Aufführung in drei Teilen in der evangelischen Kirche, die bis auf den letzten Platz besetzt war.
Die Bach-Kantate „Wachet auf, ruft uns die Stimme“ hat durch die Verwendung des ersten und vierten Satzes als wohlbekanntes Kirchenlied eine weite Verbreitung erfahren, obwohl es ursprünglich für ein sehr selten vorkommendes Ereignis komponiert wurde: Den 27. Sonntag nach Trinitatis. Ein unbekannter Textdichter übernahm wörtlich drei Choralstrophen und fügte eigene Rezitative und Arien aus Motiven des Hohen Lieds Salomons ein. Chor, Orchester und Solisten begeisterten das Grötzinger Publikum durch harmonisches Zusammenwirken und Ergänzen.
Vor 40 Jahren wurde das Waldstadt Kammerorchester von musikbegeisterten Laien gegründet. Seit 1979 steht das Orchester unter der Leitung von Kapellmeister Norbert Krupp, der auch den katholischen Kirchenchor Grötzingen leitet. Das Repertoire des Orchesters umfasst Werke vom Barock bis zur Moderne, Rundfunkaufnahmen und drei CDs dokumentieren die Arbeit des Orchesters, das auf viele ausgedehnte Konzertreisen zurückblicken kann, etwa nach Ecuador, in die USA, nach Norwegen, Nordspanien und Russland. Kürzere Unternehmungen führten die Musiker nach Paris oder Rom und zu Karlsruhes Partnerstädten Halle, Nancy und Krasnodar (Russland). Die Grötzinger  Zuhörer beim Adventskonzert fesselten sie mit Antonio Vivaldis Konzert in h-moll. Das ursprünglich in d-moll geschriebene Konzert sieht zwei „Oboen d’amore“ neben dem Orchester vor. Die französische Bezeichnung für das im Barock sehr beliebte Instrument „hautbois (hohes Holz)“, spricht sich fast wie „Oboe“. Die „Liebesoboe“, deren birnenförmiges Schallstück „Liebesfuß“ genannt wird, ist in a, eine kleine Terz tiefer gestimmt und ihre Tonfarbe weicher als die der Oboe, ein nicht alltägliches Erlebnis.

Erst 23 Jahre alt war Camille Saint-Saëns, als er 1858 ein Weihnachtsoratorium komponierte. Damals war der Katholik Organist an der Kirche La Madeleine in Paris und blieb es noch weitere 20 Jahre. Werke wie der Cancan aus „Karneval der Tiere“ und die Oper Samson et Dalila von ihm sind besser bekannt, als Sinfonien, Messen und geistliche Musik. Texte aus Psalmen und Evangelien begleiten stimmungsvoll die romantische Weihnachtsmusik.

Seit Dezember 2007 singen unter der Leitung von Norbert Krupp und Gerhard Jügelt der katholische und der evangelische Kirchenchor, der Chor „Lieder unterm Regenbogen“ und Gastsänger gemeinsam in verschiedenen Projekten. Den ersten Anstoß dazu war eine Jubiläumsfeier: 125 Jahre evangelischer Kirchenchor. Seither wächst die Chorgemeinschaft immer erfolgreicher zusammen, das Adventskonzert 2011 demonstrierte dies eindringlich. Schon beinahe „klassisch“ ist das Zusammenwirken mit dem Waldstadt-Orchester zu nennen, die Harmonie zu hören und zu spüren. Beide Ensembles erfahren in ihren Konzerten professionelle Unterstützung von ausgezeichneten Solisten, was in großen Teilen den weiten Beziehungen Norbert Krupps zu verdanken ist. Im Adventskonzert musste für den erkrankten Sänger Patrick Siegrist kurzfristig der Tenor Gert Bachmaier einspringen, Sopran Irène Naegelin, Mezzosopran Lidia Lasch, Alt Christiane Lülf und der Bass Claus Temps gewannen das Publikum durch ihren so qualifizierten wie engagierten Einsatz. Itzumi Gerecke und Bernhard Haag ließen die bereits erwähnten Oboen d’amore erklingen, Dorothea Jügelt spielte Violine, Andrea Endlich Cello und Birke Falkenroth Harfe.

Zwei besonders ungewöhnliche Instrumente, weil selten in Konzerten mit großem Orchester gespielt, wären noch zu erwähnen. Henner Kahlert widmet sich seit Jahren der Barockmusik und ihren Instrumenten. In der Kantate spielte er Theorbe und Arciliuto, beides historische Lauten. Erstere hat insgesamt 14 Saiten und einen zweiten Wirbelkasten am verlängerten Hals. Die Erzlaute „Arciliuto“ ist ein Bassinstrument, daher nicht mit der Theorbe zu verwechseln, sagt Fachmann Kahlert, im Brotberuf Rechtanwalt. Beide Instrumente sind ein ungewöhnlicher Anblick, äußerst rar und kommen gut hörbar eigentlich nur in Orchestern mit kleiner Besetzung gut zur Geltung. Henner Kahlert hat beide selbst gebaut.
Steinhardt      


Ein Licht von Weihnachten: Weihnachtsmarkt der katholischen Frauengemeinschaft

Das erste Lichtlein sollte erst am nächsten Sonntag brennen, aber im katholischen Pfarrsaal warf der Advent bereits sein Leuchten voraus. Viele fantasievolle Adventsgestecke, schöne Kränze, stilgerechter Grabschmuck, Weihnachtdekorationen aller Art und Handgearbeitetes verlockten dort am Samstag vor dem ersten Advent zum Kauf. Die katholische Frauengemeinschaft hatte mit fleißigen Händen Arbeiten feinster Machart gefertigt: Patchwork oder Quilts, Besticktes oder Gestricktes, Papier- und Holzarbeiten und Werke aus zahlreichen anderen Materialien: alles prachtvoll anzusehen!

Eine Gruppe um Gabi Jäck handarbeitet und bastelt das ganze Jahr über für den Weihnachtsmarkt der katholischen Frauengemeinschaft und trifft sich zum Werken, Sticken und Stricken. Eine Woche vor dem Bazar legen die Weihnachtsmarktfeen einen ganzen Tag ein, an dem nur Kränze und Gestecke gebunden und geschmückt werden, damit diese am ersten Advent noch ganz frisch sind. Kein Weihnachtswunder, dass am Samstag bereits um zehn Uhr großer Andrang der Kauflustigen im Pfarrsaal herrschte!

Unter anderen sozialen Zwecken kommt der Erlös dieses Bazars auch der ‚Aktion Weihnachtstüte’ zu Gute. Für die füllen die katholischen Frauen zahlreiche Geschenktüten mit haltbaren Lebensmitteln, Kosmetikartikeln und ähnlichem: jedes Jahr auf’s neue! Der Caritasverband lässt sie dann bedürftigen Menschen in Karlsruhe zukommen.    Nach dem Einkauf genossen die Besucher noch weitere Meisterstücke aus der Werkstatt der Frauengemeinschaft: Fleißige Konditorinnen hatten exquisite Kuchen und Torten in mannigfacher Auswahl hergestellt. Da mussten schon ein paar Tische gerückt werden, damit alle bei der vorweihnachtlichen Kaffeetafel platz fanden!
  Steinhardt 


Berichte von Jessica Kohnle aus Indien

Oktober 2011

In erster Linie geht es mir physisch und psychisch recht gut, bis auf die ewig vielen Moskitostiche.   An viele der Umständlichkeiten & Eigenheiten hab ich mich gut gewöhnt, dennoch muss ich zugeben, dass ich mich wieder auf ne Waschmaschine freu.

Sogar meine Arachnophobie zeigt Besserung, die riesigen Dinger muss allerdings immer noch die Anna kaputt machen.
Die Stromausfälle hier werden immer länger und häufiger, sodass es öfter vorkommt, dass wir von morgens um 6.00 bis mittags um 16.00 keinen Strom haben, wenn in der Zeit der Wassertank auf dem Dach leer geht,  müssen wir eben von Hand pumpen gehen. Der Strommangel wäre an sich kein Problem, wenn damit nicht auch der Deckenventilator ausfallen würde. Glücklicherweise fängt gerade die kalte Jahreszeit an, wovon ich hier in Andhra Pradesh noch nichts merke. Dennoch hoffe ich darauf, auch mal meine Jeans anziehen zu können, bis dahin übe ich mich fleißig darin, Sari zu tragen. Das Anlegen von 6 m Stoff ist nach wie vor nicht ganz einfach für uns, aber man gewöhnt sich bald daran, und dann kann so ein Sari sehr bequem sein. Und egal wie falsch ich ihn falte, es zupfen eh alle so lange an mir rum, bis er richtig sitzt.
Hierzu noch ein Satz von Anna, meiner Mitfreiwilligen: ,, Da steht die kleine Jessi neben 6m Stoff!“ Muss anscheinend sehr witzig ausgesehen haben.

Ja, Anna und ich haben viel Spaß, (ich glaub ich bin jetzt fürs WG-Leben viel zu verwöhnt) und ergänzen uns super. Das ist auch in unserem ersten Urlaub deutlich geworden.
 
Am 20. September bis zum 4. Oktober haben wir Indiens Süden bereist.
Dabei durften wir wichtige Teile indischer Kultur hautnah erleben, wie z.B. das Zugfahren. Es ist nämlich gewöhnungsbedürftig 2 Tage auf ~ 5m² mit 6 Personen, etlichen Kakerlaken und einer Ratte zu leben. Im 5 min Takt laufen Leute vorbei, die einem Essen, Trinken und Plunder, den du nicht brauchst, andrehen. Nur dann, wenn man doch gerne mal `nen Chai hätte, läuft ewig keiner vorbei.
Neben diesem unschlagbaren Highlight unserer Südrundreise, haben wir atemberaubend schöne Orte mit einem Postkartenmotiv nach dem Anderen gesehen, haben viele nette Inder und Touris kennen gelernt und hatten gute Gespräche, in welchen man viel über die hiesige Gesellschaft und Kultur lernen konnte. Bei all dem hat sich wieder einmal herausgestellt, wie unfassbar vielseitig dieses riesige Land ist. Aber nicht nur in der Ferne ist es schön, sondern auch Daheim, also bei den Schwestern in Gaja… wenn ich das so sagen kann.

Die Schwestern machen es einem leicht, sich zu intergieren und wie zu Hause zu fühlen.
6 Mal die Woche ist entweder morgens oder abends ein Gebet oder Messe auf Englisch (zu letzterem wird immer ein Pater eingeladen, der im Anschluss mit uns isst). So oft sich die Gelegenheit bietet helfen wir die verschiedenen Currys und Chutneys zuzubereiten, in der Hoffnung, dass ich mich nach einem Jahr immer noch an einige Rezepte erinnern kann. Vor 2 Wochen haben Anna und ich auch mal versucht ein typisch deutsches Essen anzurichten. Dabei sind Semmelknödel mit Sauerkraut und „Ärbse un Geelariewe“ herausgekommen, allerdings ist das Sauerkraut nicht so gut angekommen. Nächstes Mal probieren wir es mit Spätzle und einem Beefcurry.

In der Schule klappt auch alles recht gut und die Kindergartenklasse ist mir sehr ans Herz gewachsen. Hui, werd ich die alle vermissen! Es ist einfach allerliebst, wenn man den Raum betritt und alle 65 kleinen Zwerge winken und einen begrüßen.  Manchmal  bekomm ich sogar ein Küsschen zugeworfen. Und wenn ein Schultag doch mal anstrengend war, wartet immer um 16.00 Uhr eine Kanne Zucker mit Tee auf uns.
Indien ohne Zucker geht einfach nicht!
So viel zu meinen Erfahrungen. Sonst noch Fragen? Gibt es zu Hause was Neues? Ich freu mich immer riesig über Post!!! (An der Stelle DANKE an alle die schon geschrieben haben!)

Danke aus tiefstem Herzen auch, für eure vielseitige Unterstützung und Gebete, ohne die ich dieses aufregende Abenteuer nicht hätte erleben dürfen!

Alles liebe, eure euch vermissende Jessi im unfassbaren Indien.

Dezember 2011

Na, ist es kalt bei euch? Ich dachte ich melde mich mal wieder aus dieser faszinierenden Welt.
Wie sieht es denn hier gerade aus? Wir haben auch keinen Schnee, im Gegenteil, geniesse ich frische Papayas bei schoenstem Sonnenschein...nur heute regnet es etwas.

Unser indisches Weihnachtsfest war ausserordentlich schoen! Wegen der vielen Erledigungen blieb auch das Heimweh fern. Und den Abend und die folgenden Tage mit den Schwestern zu verbringen war wirklich sehr schoen. Man merkt immer wieder wie viel Muehe sie sich geben, damit wir uns heimisch, wohl und aufgehoben fuehlen.
Wie war denn bei euch daheim das Fest? Sind denn Hoffnungen, Erwartungen und Wuensche erfuellt worden?

An der Stelle, DANKE! fuer die Liebe Post, ich hab mich sehr ueber eure Briefe und Karten gefreut! Es ist schoen zu merken, wie zu Hause doch an mich gedacht wird, obwohl ich mich so ganz aus der Welt fuehle.

In der Schule ist gaenzlich Routine eingekehrt. Es ist erstaunlich und schoen zu sehen, wie vielde der 3 jaehrigen nun schon bis 100 schreiben koennen! Klar ist es auch oft anstrengend, wenn einige mal nicht ihren produktieven Tag haben, aber das laesst sich schon meisstern.
Ach wie ich diese zuckersuessen Zwerge vermissen werde!

Meine europaeischen Kleider verstauben hier im Schrank, weil ich neuerdings nur noch Sari trage. Wenn man sich daran gewoehnt hat, sind solch 6m Stoff wirklich sehr angenehm, und dennoch fuehlt man sich weiblich und gut gekleidet, ausserst faszinierend. Ich kanns nur weiter empfehlen :)

Telugu, die hiesige Sprache, beherrsche ich noch nicht fliessend, soweit wird es wohl leider auch nicht kommen, da wir dafuer viel zu viel Gebrauch von Englisch machen koennen. Aber immerhin verstehe ich Gespraechsteile und kann mich bei den Notwendigsten Dingen gut verstaendigen. Fuer den urlaub reicht es. Dummerweise geht unsere naechste Reise nicht nach Andhra, sondern nach Goa, Mumbay und Hampi, worauf ich mich auch sehr freue!

Im Anschluss daran fuehrt uns unser Weg nach Afrika. Genauer: Tansania . Da wir nur ein halbjahres Visum bekommen konnten, reisen wir nun von 1. Februar bis zum 1. Mai aus, bevor wir ins schoene Indien zurueck kehren koennen.
Falls ihr also noch Breife schreiben wollt, besser erst im Mai wegschicken, oder per Mail schreiben.

Ich hoffe es geht Euch gut und wuensche Euch allen ein gesegnetes Jahr 2012, mit ganz vielen gluecklichen Momenten!

Alles Liebe,
Eure Jessi

Jessica Kohnle
Salvatorian Sisters                                                                    
Jordan Sadan - Saviour Nagar                                                
Gajapathinagaram P.O.                                                              
Vizianagaram 535270                                                             
Andhra Pradesh
India

 


Katholisches Patrozinium in Grötzingen am 18.September: Festliche musikalische Gestaltung

"Im Kreuz ist Heil", so begrüßte Pfarrer Thomas Maier am Hochfest Kreuzerhöhung der katholischen Kirchengemeinde in Grötzingen viele Gläubige, auch aus anderen Kirchengemeinden. Im 80. Jahr der Weihe des Gotteshauses im Namen „Heilig Kreuz“ erwartete die Kirchgänger eine festliche Messfeier, deren musikalische Gestaltung besonders bemerkenswert war.
In gelebter Ökumene sangen der katholische und der evangelische Kirchenchor und der Chor „Lieder unterm Regenbogen“ drei Kantaten aus Händels Messias: „Ehre sei Gott in der Höhe“, das majestätische Halleluja und „Denn die Herrlichkeit Gottes“. Die Chorgemeinschaft mit ihren jeweiligen Leitern Norbert Krupp, Gerhard Jügelt und Anne-Dore Kumpe hatte erstmals zur 125-Jahr-Feier des evangelischen Kirchenchores zusammengefunden und gestaltete seither mehrfach festliche Gottesdienste der christlichen Gemeinden, wie beim ökumenischen Gottesdienst der Kulturmeile oder zuletzt bei der Verabschiedung des evangelischen Pfarrers Ulrich Schadt. Orchestral begleitete und ergänzte das ebenfalls unter der Leitung von Norbert Krupp stehende Waldstadtorchester die Chorgemeinschaft. Die Messe begann und endete mit zwei Stücken des Konzerts in C-Dur von Antonio Vivaldi in der Intonierung des Kammerorchesters und mit den Soli von Manuel Eberle und Johannes Osswald, beide preisgekrönte Trompeter.
Pfarrer Thomas Maier begrüßte einen neuen Geistlichen in der Seelsorgeeinheit. „Ich freue mich auf das Wiedersehen mit Ihnen“, sagte Pfarrer Juro Kopic in seiner Vorstellung. Vor 34 Jahren, nach seiner Priesterweihe in Freiburg, hatte er bereits stellvertretend in Grötzingen Messen gelesen. Zuletzt war er bis zu seiner Versetzung in den Ruhestand 18 Jahre Pfarrer in Mosbach. Trotz seines geschwächten gesundheitlichen Zustands möchte er weiter in der geistlichen Arbeit bleiben. In der Seelsorgeeinheit Durlach-Aue-Grötzingen wird er hauptsächlich im Bereich der Altenheimseelsorge tätig sein und Sonntagsgottesdienste zelebrieren. „Ich möchte, dass wir gemeinsam viele schöne Feiern erleben“, blickte er in die Zukunft.
Die Gottesdienstbesucher bedankten sich mehrfach mit Applaus für die festliche, begeisternde musikalische Gestaltung der Messfeier. 

                                                                                                        Heilig Kreuz


Ökumenischer Gottesdienst in Grötzingen auf der Kulturmeile am 31. Juli 2011

Viel wurde in den örtlichen „Blättchen“ über die Kulturmeile in diesem Sommer geschrieben. Es war wirklich ein schönes Fest mit Angeboten und Ideen für verschiedene Geschmäcker.
Leider ist bei der Berichterstattung der Ökumenische Gottesdienst ein wenig zu kurz gekommen. Deshalb hier ein Rückblick auf einen Programmteil der Kulturmeile, der schon auch im Brennpunkt der Grötzinger Bürger stand. Kamen doch etwa 300 Menschen, um zu hören zu singen, zu beten. Vielleicht einfach auch nur, um zu schauen, was die Kirchen auf die Beine stellen können.
Und es war schon beeindruckend, den großen Chor auf der Bühne zu sehen und ihn, z. T. gemeinsam mit dem Posaunenchor zu hören. Sängerinnen und Sänger aus den drei christlichen Gemeinden Grötzingens hatten etliche Wochen geprobt und ein sehr hörenswertes Programm erarbeitet.
Mit Feuer, Pauken und Trompeten“ war das Thema des Gottesdienstes. In drei Teilen veranschaulichten Pfarrer, Pastoralreferent und Gemeindeglied die Begegnung Moses mit Gott am „brennenden Dornbusch“. Dort gibt sich Gott den Menschen zu erkennen, er nennt seinen Namen: Ich bin (für dich) da. Dieses konsequent in unser Leben hinein zu nehmen und zu begreifen war der Schwerpunkt der Verkündigung.
Die Musik, Lieder, Verkündigung und Gebet stellten die christlichen Gemeinden mit hinein in das festliche Geschehen dieses Wochenendes in Grötzingen. Dabei wurde der Blick in die weite Welt nicht vergessen, wie das Ergebnis der Kollekte für die Hungernden in Ostafrika zeigte: Über 1100 EURO kamen zusammen.
Danke an alle, die gesungen, gebetet und gegeben haben.

Karin Domke


"Türen auf"-Tag der Sendung mit der Maus

Die Maus-Redaktion hat am 10.7.2011 zu einem deutschlandweiten "Türen auf!"-Tag aufgerufen. Da der genau mit dem Durlacher Pfarrfest zusammenfiel, hatten wir uns entschlossen, mitzumachen. Für neugierige Maus-Fans haben sich an diesem Tag deshalb einige ganz besondere Türen geöffnet, die in unserer Kirche normalerweise verschlossen sind:

  • Bei der Turmbesichtigung konnten die Glocken aus der Nähe betrachtet und Durlach auch mal von oben gesehen werden.

  • Die Durlacher Kirchenmusikerin Christine Kühn stellte ab 15.15h die Orgel vor und erklärte den anwesenden MausFans vom Kinder- bis zum Erwachsenenalter, wie dieses Instrument funktioniert.

  • Die Ministranten ermöglichten bei einer Sakristeiführung einen Blick hinter die Kulissen und zeigten und erklärten dabei viel Interessantes.

Rückfragen werden weiterhin unter tuerenauf2011@kath-durlach.de beantwortet.

Weitere Informationen zur Aktion gibt es auch auf der Website der Sendung mit der Maus. Dort steht auch unsere Teilnahme.


Gute Tradition und dennoch neu .... Katholisches Pfarrfest an Fronleichnam

Fronleichnam, das Hochfest des Leibes und des Blutes Christi, ist seit Jahrzehnten auch das jährliche Pfarrfest der katholischen Kirchengemeinde. Bis 2009 fand es im Luisenhof  statt, seit dem vergangenen Jahr laden die Grötzinger Katholiken zu einer Feier rund um ihre Kirche Heilig Kreuz ein. Was sich nicht geändert hat, ist die traditionelle Mitgestaltung des feierlichen Gottesdienstes durch den evangelischen Posaunenchor. „Andreas Bender, der Leiter des evangelischen Posaunenchors und Dirigent Norbert Krupp bereiteten in enger Zusammenarbeit und in ökumenischem Sinn mit Pfarrer Volkert gemeinsam den musikalischen Rahmen der heiligen Messe vor“, freut sich Gisela Ehmann, die Vorsitzende des Pfarrgemeinderates: „Dies und die Unterstützung und Leistungen der vielen Organisatoren und Helfer beim anschließenden Pfarrfest waren Grundpfeiler des Gelingens!“ 

Mit etwas völlig neuem wartete das Fest in diesem Jahr zum ersten Mal auf. Wer hätte schon gedacht, dass die Orgel 1.500 Pfeifen hat? Ein gutes Dutzend Kinder staunen, als ihnen Gundram Singler Einblick in das enorme Instrument auf der Empore gewährt. Seit 32 Jahren ist er Sakristan in der Heilig-Kreuz-Kirche und kennt sie, ihre Geschichte und Schätze wie kein zweiter. Seine Kirchenführungen für Kinder und Erwachsene zog zahlreiche Interessierte an. Passend zum Inhalt des Fronleichnamsfestes präsentiert er den wertvollsten Kunstgegenstand des Grötzinger Gotteshauses, eine um 1730 in Augsburg gefertigte Strahlenmonstranz: „Die eigentliche Kostbarkeit der vergoldeten Silberschmiedearbeit ist das, was in ihre Mitte eingesetzt wird, nämlich die geweihte Hostie!“ In der Sakristei zeigt und erklärt Singler Kelche, Kaseln und Stolen aus wertvollen Webearbeiten und Stickereien, im Kirchenschiff den Kreuzweg, den alten Taufstein und die prächtigen bunten Glasfenster und vieles andere mehr.

Im Anschluss an die Kinderkirchenführungen konnten sich die Kleinen  auf Kirchenrallye begeben, Wikinger Schach spielen, oder bei Bibelquiz und Bildersuche Punkte machen. Die Allerjüngsten aus dem Kindergarten Luisenhof ernteten begeisterten Applaus mit ihrem Auftritt vor den Kirchenportalen. Hund, Katze, Igel und Wildschwein tanzten in der kleinen Choreografie vergnügt miteinander. Die Großen amüsierten sich nach dem Mittagessen bei Kaffee und Köstlichkeiten aus der katholischen Konditorei. Musikalisch umrahmte der Grötzinger Gesangverein „Liederkranz“ und der Männerchor „Eintracht“ mit seiner Verstärkung aus dem Karlsruher Westen das familiäre Fest im Kirchhof. Nicht nur für die Käufer der Lose gab es bei der Tombola viel zu gewinnen. Der Erlös kommt dringend notwendigen Renovierungen in der Kirche zu Gute. Petrus ist kein Grötzinger Namenspatron, doch auch er meinte es gut. Einige wenige Regentröpfchen am Abend verzogen sich schnell wieder. Zum Abschied wünschten sich einige Besucher: „Hoffentlich veranstaltet ihr dieses Fest noch lange!“

Hl.Kreuz


Festfreude weiter geschenkt ...... 24.Mai: Grötzinger Kommunionkinder spenden für kranke Kinder

Der Clown in der vielfarbigen Latzhose zieht aus Johns Ärmel ein Tuch, welches zuvor auf der anderen Seite des Tisches verschwand. Dann fängt Dodo mit der roten Knubbelnase Seifenblasen ein, die signalrot leuchten, lässt zerschnittene Seile wieder ganz werden und kann jeglichen Argwohn über „Schummelei“ charmant und mit reizendem Akzent aus dem Weg räumen. Schließlich verwandelt er noch für alle Kinder Luftballons in bunte Springmäuse, die auf Kommando alle gleichzeitig in die Luft hüpfen.

Zehn Grötzinger Kinder, zwei Katechetinnen und Gemeindereferentin Rita Renner finden Dodo bezaubernd und sind begeistert. Sie vergessen vollkommen, dass sie sich in einem Krankenhaus befinden. Und das ist’s, was Dodo, alias Gerd Oettinger erreichen möchte: „Seit 2002 bin ich als Clown unterwegs, um Kindern in den Kinderkliniken Karlsruhe und Pforzheim den Aufenthalt im Krankenhaus ein wenig kindgerechter zu gestalten. Sie müssen wieder in ihre Kinderwelt, aus der sie gefallen sind, zurückgeführt werden.“ Zwei Mal in der Woche macht das der Verein „Sonnenschein“ möglich. Dem wollten die  Erstkommunionkinder der Pfarrei Heilig Kreuz aus Karlsruhe-Grötzingen ihre Spende übergeben, denn "Jesus hat nur deine Hände", war das Motto ihrer Erstkommunion.
Sie sammelten von ihren Geldgeschenken, den Zuwendungen der Katechetinnen und noch einer Gabe einer Oma 270 Euro, die sie nun stolz Frau Belschner überreichen konnten. „Wir freuen uns sehr, dass die Grötzinger Kommunionkinder uns bereits zum zweiten Mal dabei unterstützen, ein familiär-kindgemäßes Klima im Kinderkrankenhaus herzustellen!“, freut sich die Vorsitzende des Fördervereins. Bei einer kleinen Führung durch die Kinderchirurgische Station staunen die kleinen Grötzinger, was „Sonnenschein“ schon geschaffen hat: Klappbetten für Eltern, die bei ihren schwer kranken Kindern übernachten wollen, Spielzeug, Teddys, bunte Wände, ein betreutes Spielzimmer, spezielle Räume für besondere Therapien behinderter und traumatisierter Kinder und und und… Mit großen Augen erfahren die Kleinen aus Grötzingen, dass manches für manche ihrer Altersgenossen gar nicht selbstverständlich ist. Mit ihrem Scherflein haben sie dazu beigetragen, dass Clown Dodo weiter seine Besuche in den Zimmern vieler kranker Kinder so beginnen kann: „Hallo, hallo, ich bin Dodo der Clown, darf ich kurz reinkommen?“ 

Hl.Kreuz


Open Air im Luisenhof - In Vorbereitung auf die Firmung

„Ein besonderer Gottesdienst“ sagte Pastoralreferent Andre Scholz am vergangenen Samstag im Grötzinger Luisenhof. Viele junge Menschen hatten sich gegen Abend in der Parkanlage versammelt, um unter freiem Himmel ein Fest zu feiern. „Von wem lasse ich mich bestimmen, was ist Autorität für mich?“, war die Eingangsfrage des Wortgottesdienstes. Die Antwort darauf ist gar nicht so einfach und kann vor allem von jedem anders gegeben werden, wie sich bald herausstellte. Daher folgten im Tagesgebet die Bitten, das zu erkennen, was den Menschen näher zu Gott führt.
Etwa 100 junge Menschen bereiten sich zurzeit in der Seelsorgeeinheit Durlach-Aue-Grötzingen auf ihre Firmung vor. Die Firmung ist das Versprechen Gottes, bei den Herausforderungen des Lebens Beistand zu sein. Im Firmgottesdienst spricht der Firmspender: "Sei besiegelt durch die Gabe Gottes, den Heiligen Geist." In den Wochen von November 2010 bis zur Firmung im November 2011 sollen die Firmanden ihre Träume, Visionen und Sehnsüchte des Lebens aufspüren. Dabei begleitet sie neben Pastoralreferent Andre Scholz ein Team von Ehrenamtlichen, die zum großen Teil Firmanden der vergangenen Jahre sind. Nach einer gemeinsamen Agapefeier im April und der Mitgestaltung der Karfreitagsliturgie war das Fest am vergangenen Samstag eine lebendige Erfahrung gemeinsamen Gottesdienstes und Feiern. Viele hatten dazu sogar ihre Eltern und angehenden Firmpaten mitgebracht. Mit ansprechender, junger Musik umrahmten Band und Jugendchor den Gottesdienst, nach dem noch lang nicht Schluss war. Es folgte noch eine Grillparty und Kino, alles Open Air!

Hl. Kreuz          


Gebet an der Grötzinger Stele - Zum Gedenken an die jüdischen Mitbürger

Am 9. November 1983 wurde in der Krumme Straße am Ort der verwüsteten und verschwundenen Synagoge eine Stele enthüllt. Seither gedenken die drei christlichen Kirchengemeinden Grötzingens im Wechsel hier ihrer jüdischen Mitbürger. In diesem Jahr gestaltete die katholische Kirchengemeinde Heilig Kreuz das Gebet und die kleine Feier in Erinnerung an die Reichspogromnacht.

Etwa 60 Anwesende nahmen an der Andacht mit dem evangelischen Posaunenchor teil. Pastoralreferent Andre Scholz sagte unter anderem:

„Wir gedenken nicht der Steine, sondern an Menschen: Grötzinger, Badener und Deutsche, die Haustür an Haustür mit den Christen im Dorf zusammen wohnten, die in dieser Synagoge beteten und das Haus mit Leben füllten. Manche von ihnen waren glühende Patrioten und hatten Schulter an Schulter mit ihren Mitbürgern für Deutschland gekämpft. Über dem Eingang der Synagoge war eine Tafel angebracht, auf der geschrieben stand: Siehe, wie fein und lieblich ist’s, wenn Brüder einträchtig beieinander wohnen!“

 

Das Gebet

 

Man hat meinem Gott das Haus angezündet 

- und die Meinen haben es getan.

Man hat es denen weggenommen,

die mir den Namen meines Gottes schenkten

- und die Meinen haben es getan.

Man hat ihnen ihr eigenes Haus weggenommen

- und die Meinen haben es getan.

Man hat ihnen ihr Hab und Gut, ihre Ehre,

ihren Namen weggenommen

- und die Meinen haben es getan.

Man hat ihnen das Leben weggenommen

- und die Meinen haben es getan.

Die den Namen desselben Gottes anrufen,

haben dazu geschwiegen

- ja, die Meinen haben es getan.

Man sagt: Vergessen wir's und Schluß damit.

Das Vergessene kommt unversehens, unerkannt zurück.

Wie soll Schluß sein mit dem, was man vergißt?

Soll ich sagen: Die Meinen waren es, nicht ich?

- Nein, die Meinen haben so getan.

Was soll ich sagen?

Gott sei mir gnädig!

Was soll ich sagen?

Bewahre in mir Deinen Namen, bewahre in mir ihren Namen,

bewahre in mir ihr Gedenken, bewahre in mir meine Scham:

Gott sei mir gnädig.

 

Hl. Kreuz


Ökumene erleben

durften am Wochenende vom 16. – 17. Oktober 2010 Mitglieder aller christlichen Kirchen und Gemeinden in Durlach und Aue.

Eingeleitet wurde das Wochenende, das unter dem Motto stand „Wachsende Gemeinden und was wir von ihnen lernen können“, mit einem Vortrag von Professor Wilfried Härle. Professor Härle und Mitarbeiter hatten 2006 eine Studie über wachsende Gemeinden in Deutschland begonnen, die inzwischen in einem Buch publiziert wurde. Sein kurzweiliger Vortrag wurde lebhaft von den anwesenden Räten und Gemeindevorständen diskutiert und erhielt viel Zustimmung. In einer Zeit, in der viel Mobilität im Berufsleben gefragt ist, ist Gemeinde oft gerade bei den 25- 40 jährigen als Familienersatz gefragt.

Nach einem gemeinsamen Mittagessen wurden in 4 Gesprächsgruppen Möglichkeiten und Ansätze für wachsende Gemeinden erörtert. Immer wieder zeigten sich Teilnehmer erstaunt über die Parallelen, die sie entdecken konnten, egal welcher Gemeinde oder Konfession sie angehörten. Mit vielen neuen Anregungen verließen die Teilnehmer das Gemeindezentrum der evangelischen Luther-Melanchthon-Gemeinde.

Einen gelungenen Abschluss bildete am Sonntag der gemeinsame Gottesdienst in den Räumen der AGAPE Gemeinde Durlach, der im ökumenischen Dienstgespräch der Geistlichen konzipiert worden war. Jede Gemeinde leistete einen Beitrag, Bibeltexte zum Wachsen des Reichs Gottes wurden gehört und gemeinsam gebetet und gesungen. Viele Beteiligte schlossen neue Bekanntschaften und gingen bereichert und mit dem Wunsch einer baldigen Wiederholung nach Hause.

Mitwirkende Kirchen und Gemeinden: AGAPE-Gemeinde Durlach, Evang. Luther-Melanchthon-Gemeinde Durlach, Evang.- methodistische Kirche Durlach, Evang. Stadtkirchen-Gemeinde Durlach, Evang. Trinitatis-Gemeinde Aue, Kath. Pfarrgemeinde St. Johannes Baptista Aue. Kath. Pfarrgemeinde St. Peter und Paul Durlach, Mennonitengemeinde Karlsruhe-Thomashof

H. Höwer-Fritzen


Kaplan Holler verlässt die Seelsorgeeinheit

Mit einem gemeinsamen Dankgottesdienst verabschiedeten die Grötzinger Katholiken und die Seesorgeeinheit am Sonntag, 12. September 2010 Kaplan Thomas Holler, der Pfarrer in Forbach-Weisenbach wird.

In seiner Predigt zeigte sich Thomas Holler allen verbunden, die ihn vor zwei Jahren so herzlich in der Seelsorgeeinheit aufgenommen hatten. Ganz besonders dankte er für die Unterstützung, welche er von vielen Seiten während seiner Zeit als Pfarradministrator erfahren hatte, vor allem von den Pfarrsekretärinnen. Die seien außerordentlich bemüht darum gewesen, ihren Kaplan immer ganz besonders gut aussehen zu lassen, so sein Eindruck. Den Gläubigen wollte er den Abschied mit einem christlichen Trost erleichtern: „Kapläne kommen und gehen, der gemeinsame Glaube aber bleibt!“  

Dennoch herrschte eine gewisse Wehmut in den Worten der Zurückbleibenden vor.  Verständlich, wenn man weiß, dass Kaplan Holler nach dem Weggang von Pfarrer Josef Rösch im Oktober 2009 der Seelsorgeeinheit Durlach–Aue-Grötzingen als Pfarradministrator vorstand. Diese Aufgabe habe er mit Bravour gemeistert, obwohl er gleichzeitig Studien betreiben und Prüfungen dazu ablegen musste, war von allen Seiten und mit nachhaltiger Anerkennung für den Pfarradministrator zu vernehmen. Allzu gern hätte man ihn hier behalten und als neuen Pfarrer gesehen! Dies wurde allerdings in Freiburg anders entschieden.

Die Grötzinger waren in der Seelsorgeeinheit Kaplan Holler besonders verbunden, denn er stammt aus Ersingen, so wie der unvergessene Pfarrer Vögele. Und Pfarrsekretärin Roswitha Hambsch hat gute Erinnerung daran, wie sie 2005 zusammen mit Siegfried Vögele in dem Kämpfelbacher Ortsteil bei der Primiz von Thomas Holler war. Für die gesamte Seelsorgeeinheit ist sein Weggang mit einem weiteren schmerzlichen Einschnitt verbunden: Er wird – bis auf weiteres – der letzte Kaplan gewesen sein.

Nicht nur im Gottesdienst, auch beim nachfolgenden Empfang wurde deutlich, wie der katholische Geistliche seine Aufgaben wahr nahm und wie sehr er dafür geschätzt wurde. Eine Menschentraube belagerte Thomas Holler, alle wollten ihm ihren ganz persönlichen Dank abstatten. Ganz in dem Sinne, wie sich der Kaplan mit Worten von Papst Benedikt XVI vor zwei Jahren vorstellte: „Wer glaubt, ist nie allein“. 

Hl.Kreuz